Chronik

Wie alles begann in Kurzform

In den Jahren 1958/60 trafen sich sechs Jungs so 12/13 Jahre alt regelmäßig mit dem damaligen Königshöfer Förster Haas um im Wald Nistkästen aufzuhängen oder Futterhäuser zu bauen, für eine Winterfütterung im Turmberg. Von der Stadt Königshofen mit Futterweizen und Sonnenblumenkernen unterstützt gab es im Wald über 30 Futterstellen.

Diese Gruppe löste sich nach mehreren Jahren auf.

1964 fanden sich die Jugendlichen Gerhard Endres und Theodor Schad unterstützt mit Holz und Vogelfutter von einer Frau Sperl, die die Futterhäuschen der damaligen Gruppe wieder reparierten und recht schnell vom damaligen Bürgermeister Weid finanziell für den Kauf des Winterfutters unterstützt wurden.

Gleichzeitig unterhielten zwei Königshöfer Unternehmer eine Futterstelle an der Sailtheimerstraße (Bildstock Erpelmännchen) durch Paul Hofmann und im Turmberg durch Alfons Hauck.

Nachdem in den Jahren 1967 auch Gerhard Endres ausstieg, fütterte Theodor Schad zusammen mit seiner Mutter den gesamten Turmberg.

Diese Arbeit führte dazu, dass 1971 Manfred Biedermann und Alfons Hauck über einen Pressebericht zu einer Vereinsgründung aufriefen.

Vereinsgründung

Am 23.11.1971 trafen sich im „Gasthaus zum Löwen“ 30 Naturfreunde um die DBV- Ortsgruppe Königshofen zu gründen.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Theodor Schad einstimmig gewählt.

2. Vorsitzender Alfons Hauck,

Schriftführer: Manfred Biedermann, Kassier Karl Götz,

Weitere Vorstandsmitglieder: Wilfried Frank, Franz Wolf, Sepp Stöger und Karl Künkel

Kassenprüfer: Josef Fürst, Franz Mittnacht 


Arbeitsfelder 

Im Frühjahr 1972 begann man mit einer Aktion Saubere Landschaft besonders entlang der Sailtheimerstraße, es folgte eine Nistkastenreinigungsaktion in den Wäldern von Königshofen, zusammen mit Förster Wilfried Frank.


Es folgten 1973 Ortstermine um das Feuchtgebiet Marstadter See zu retten.

Wichtig war dabei die großen Feuchtwiesen im Umfeld zu erhalten. Dabei ging es auch um die Brutplätze des Kiebitz.


1974 wurden 15 Kunsthorte für Turmfalken und Waldohreulen entlang der Tauber auf Pappeln und anderen geeigneten Bäumen angebracht.


Große Vogel- und Tierausstellungen fanden von 1974 bis 1981 alljährlich im Gesellenhaus neben der Kirche in Königshofen statt. Die Mitglieder Norbert Gaul und Alfons Hauck waren die Hauptbestücker dieser Ausstellungen. Zu sehen waren Mineralien aus der ganzen Welt, Echsen Schlangen, Greifvögel, Schmetterlinge, Waschbär und vieles mehr auf einer Fläche von über 250 qm.

 

Neubeginn am 11.01.1975

Nach unzähligen Meinungsverschiedenheiten 1974 mit dem DBV Landesverbandes in Stuttgart, wurde nach einer Vereinsumfrage einstimmig der Austritt beschlossen.

So gründeten die Mitglieder einen neuen Verein und gaben diesem einen neuen Namen.

Dieser erhielt den Namen: Vogel- und Naturschutzverein Königshofen e.V.

Gleichzeitig wurde beim Amtsgericht Tauberbischofsheim die Gemeinnützigkeit beantragt.


Das vom Verein 1972 zusammen mit den Naturfreunden aus Lauda beantragte Naturschutzgebiet Mehlberg wurde als 1. NSG in Königshofen 1975 ausgewiesen.

Das ursprüngliche Feuchtgebiet Altwasser im Überflutungsgeit der Tauber gelegen wurde in mehreren Arbeitseinsätzen von angeschwemmten Mühl und Unrat gesäubert. An der Nord- und Ostseite bepflanzten die Mitglieder größere Uferflächen mit Schilf.

Weiter folgten Schutzmaßnahmen für Mehlschwalben, Wasseramseln und Steinkauz Schleiereulen und Turmfalken.

 
Turmfalke
Feuchtgebiet Horb
 

1976 beendete der Verein die Unsitte, dass ein Schrotthändler in einem Steinbruch
Altautos abstellte, um diese abzufackeln und den Schrott zu verkaufen.
Zwischenzeitlich wurden die „Altlasten“ ausgebackert und der Steinbruch renaturiert. Heute ist das gesamte Umfeld ein Naturdenkmal und in Eigentum des Vogel- und Naturschutzvereins Königshofen.
1977 erfasste das Mitglied Franz Wolf die gesamten Bildstöcke auf der Gemarkung Königshofen. Danach wurde die Kreuzgruppe in der Turmbergstraße und das Dreifaltigkeitsbild an der Sailtheimerstraße aufwendig renaturiert in dem er ausgebackert und alle Altlasten entsorgt wurden.

 

 

 

Ebenso restaurierte unser Verein die „Galgenlöcher“ auf dem Turmberg und danach von der Stadt mit einer Hinweistafel versehen.


1978 baute der Verein Schleiereulenkästen. 10 Objekte in Königshofen, Sachsenflur, Beckstein, Marbach, Messelhausen, Deubach, Ober- und Unterbalbach, Schweigern

wurden in Kirchen, Privathäusern und Feldscheunen eingebaut.

Recht schnell zeigten Bruterfolge. 

 
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1980 konnte der Verein erstmals für den Naturschutz wertvolle Grundstücke auf der Gemarkung Königshofen kaufen.
Diese Grundstücke, teils stark mit Heckenaufwuchs, aber mit sehr seltenen Pflanzenbeständen, wurden mit Vereinseigenen Motorsensen naturschutzgerecht,
in Absprache mit den Fachbehörden gepflegt. Wichtiger Unterstützer war dabei Max Braun vom Landratsamt Tauberbischofsheim

 

Gebiet Neuberglein Heute

 

1981 beschäftige sich der Verein mit Unterstützung des damaligen Naturschutzbeauftragten Oberforstrat Claus Hacker, dem Wasserwirtschaftsamt und der Naturschutzbehörde mit der Anlage von Feuchtgebieten.
Zuerst plante man das Feuchtgebiet Altwasser Großflächig zu vergrößern.
2000 Kubikmeter Schlamm und Erdreich wurden ausgebaggert.
Danach folgten zwei Feuchtgebiete im Gewann Horb, Bilder unten

 
 
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Horb

Im Inselbereich sind die abgenagten Hölzer des ansässigen Biebers zu erkennen.

 
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Eines in Sachsenflur/Hohenberg und danach das Schilfgebiet Sauerwiesen in Unterbalbach. Zuletzt folgten das Feuchtgebiet am Mehlberg, sowie das das große Feuchtgebiet Horb1, Jahre später das Feuchtgebiet Mehlberg 2 in Richtung Sachsenflur.

Dadurch wurden wertvollste Biotope für Eisvogel, Kröten, Wasserfrösche und unzählige Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen.    


Das 1980 vom Verein beantragte Naturschutzgebiet Kaltenberg konnte am 24.09.1982 vom RP Stuttgart ausgewiesen werden.

Neben vielen seltenen Schmetterlingsarten darunter der Kreuzenzian-Ameisenbläuling Maculinea rebeli, war mit ein Grund das große Vorkommen des Kreuzenzians, der die Grundlage für die Vermehrung des Schmetterlings darstellt.

 

1983 sollte ein 10ha großes Rebengebiet im Gewann Wallschloe entstehen.

Um noch kleine Lebensräume zu retten, kaufte der Verein mehrere Ödflächen.

Nach der Einigung mit Weinbaugesellschaft verbunden mit einem Grundstückstausch, konnten mehrere Biotopflächen gerettet werden. Die größte Fläche mit 70ar befindet sich im Osten, sowie eine Fläche in Weinbergmitte. Es befinden sich in beiden Biotopflächen, große Bestände von Kreuzenzian sowie dem Schmetterling- Maculinea rebeli.

 
Kreuzenzianameisenbläuling (Maculinea rebeli)
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1983 sollte ein 10ha großes Rebengebiet im Gewann Wallschloe entstehen.

Um noch kleine Lebensräume zu retten, kaufte der Verein mehrere Ödflächen.

Nach der Einigung mit Weinbaugesellschaft verbunden mit einem Grundstückstausch, konnten mehrere Biotopflächen gerettet werden. Die größte Fläche mit 70ar befindet sich im Osten, sowie eine Fläche in Weinbergmitte. Es befinden sich in beiden Biotopflächen, große Bestände von Kreuzenzian sowie dem Schmetterling- Maculinea rebeli.

 

1984 beschloss der VNK sein 1. Artenschutzprogramm mit 20 000 DM

Im Rahmen dieses Programmes wurde Grundstückskäufe für Trockenrasenflächen, dazu gehöhrende Pflegemaßnahmen in diesen Flächen und für geeignete Brutkästen ausgegeben

 
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1984

„Rettet die Ackerwildblumen“

Diese Aktion lief bis 1996. Über 10to vom Aussterben bedrohter Ackerwildblumen wurde auf eigenen oder gepachteten Ackerflächen vermehrt.

An erster Stelle stand die Kornrade, es folgten Kornblume, Rittersporn, Klatschmohn,

Adonisröschen (Adonis flammea und Adonis aestivalis), Gemeiner Frauenspiegel, Ackerhaftdolde und andere.

 
 
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Erstmals 1989 danach 1990 und in den Folgejahren stand der Vogel- und Naturschutzverein Königshofen mit der Aktion „Rettet die Ackerwildblumen“ im  Guinness Buch der Rekorde.


 

Über 10to dieser Samen wurden vermehrt und nach Anfragen, Weltweit kostenlos verteilt. Vor allem „kostenlos“ musste diese Aktion sein, um angenommen zu werden.

Die Zuschriften die wir Waschkorbweise bearbeiteten, kamen von Kanada bis Australien. Einzige Bedingung war ein frankierter Rückumschlag. Die Spenden aus dieser Aktion wurden sowohl in das Projekt, aber auch zum Ankauf wertvollster Biotopflächen auf der Gemarkung Königshofen eingesetzt.

Möglich wurde die in erster Linie durch einen Reporter mit dem Namen Bernd Krug.

Er schrieb für Illustrierte Blätter hatte Beziehungen zu Rundfunk und Presse.

Ministerpräsident Lothar Späth zeichnete 1985 den Vogel- und Naturschutzverein mit dem Hauptpreis für „Vorbildliche kommunale Bürgeraktion“ dotiert mit 5.000 DM und würdigte damit die herausragende Arbeit des Vogel- und Naturschutzvereins Königshofen.


1985 erhebt der Verein Einspruch gegen eine Müll- Umladestation in Wasserschutz- und Überflutungsgebiet der Umpfer und fordert ein Planfeststellungsverfahren.

Zwei weitere Standorte an der B290 wurden vorgeschlagen

Im Rahmen der Planfeststellung wurde das Projekt eingestellt und somit die Anlage verhindert.

1985 und 1986 erhält der Verein den „Förderpreis Natur“ von der Distelhäuser Brauerei


Das 1975 ausgewiesene Naturschutzgebiet „Mehlberg“ wird von 2.6 ha auf 5,4 ha vergrößert.

Der 12.08.1986 war ein historisches Datum

Erstmals in Deutschland wird die vom Verein vermehrte Kornrade mit einem Mähdrescher auf einer 74ar großen Fläche in Sachsenflur geerntet. Insgesamt

450 kg betrug die Menge, die Jahre danach waren es jährlich Tonnen.


Das 1982 vom Vogel- und Naturschutzverein beantragte Naturschutzgebiet Hohenberg in Sachsenflur mit einer Größe von 20ha wird vom RP Stuttgart ausgewiesen.

 
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Schwerpunkt im Jahr 1986 war die Pflege der Naturschutzgebiete Mehlberg, Kaltenberg und Hohenberg. Diese Pflegemaßnahmen wurden ausschließlich von Vereinsmitgliedern mit Vereinsgeräten wie Motorsense und Balkenmäher durchgeführt.

Durch all diese Pflegemaßnahmen werden wertvolle Biotope für Insekten und Schmetterlinge geschaffen.

 
 

Von 1986 bis 1996 fanden in der Tauber-Franken-Halle Naturbiotopausstellungen

statt. Dabei ging es um Gartenteiche, Wildblumenwiesen sowie Biotop und Artenschutz auf allen Gebieten.


Ab 1987 betreut der Vogel- und Naturschutzverein Königshofen ehrenamtlich Jugendliche und Erwachsene im Strafvollzug.

Hauptbetreuer und Organisator im Verein ist Theodor Schad.

2012 wurde die Betreuung eingestellt.

Über 20.000 Arbeitsstunden wurde dieser Personenkreis im Rahmen von Pflegemaßnahmen, innerhalb des Vereins eingesetzt. Eine nicht immer einfache Angelegenheit. Eine Würdigung von Behördenseite konnte man fast nie erfahren.

Höhepunkt in Sachen Ackerwildblumen war ein Bericht der Abendschau Baden-Württemberg, die über das Projekt „Rettet die Ackerwildblumen“ berichtetet.

 
Adonisröschen (Adonis aestevalis)
Adonisröschen (Adonis flammea)
Kornblume
 

1990 ehrte die Stadt Lauda-Königshofen Theodor Schad mit der Bürgermedaille

Auf Einladung des Bayrischen Fernsehens kommt Theodor Schad in die Sendung

„Sag die Wahrheit“ Von 3 Kandidaten behaupteten alle. „Ich heiße Theodor Schad und vermehre Ackerwildblumen“


Außerdem werden vom Verein im Gewann Horb Feuchtwiesen aufgekauft, um das Grundwasser zu schützen. Für die Landwirtschaftliche Nutzung wird ein Düngeverbot ausgesprochen. Messungen Jahre später zeigten eine Erhebliche Verringerung der Nitratwerte im Boden. Auf einer dieser Wiesenflächen, die bis in den Juni Quellwasser führten, entstand das Feuchtgebiet Horb 2


Durch Kontakte mit Ackerwildblumen lernte Theodor Schad 1988, Heinz Hager aus Plauen kennen. Nach der Wende war ein großes Naturschutztreffen in Plauen, wo auch Theodor und Gerlinde Schad eingeladen waren. Mit Postkarten und Poster über Ackerwildblumen, sowie Samenmischungen von Kornrade und CO, kam

ein erheblicher Geldbetrag zusammen. Dieser wurde den Naturfreunden aus Plauen zur Verfügung gestellt und ein Jahr später eine Linde am Hauptbahnhof in Plauen gemeinsam gepflanzt.


1992 wurde vom Verein ein Grunderwerbsprogramm mit einer 40.000DM Summe verabschiedet. Dadurch konnten wertvolle Grundstücke im Muckenwinkel und Neuberglein erworben werden.

 
 

Besonders im Neuberglein wurden teilweise nach 12- jährigen Verhandlungen, wertvollste Grundstücke in Vereinsbesitz gebracht.

Gleichzeitig konnte verhindert werden, dass Teilflächen nicht wie geplant, zu einem Bauschuttplatz umfunktioniert wurden. Die Ausweisung zum Naturdenkmal erfolgte 1992 wurde beantragt. Die Gesamtfläche beträgt zur Zeit 3,5 ha

2008 kam die Fläche östlich des Bienenhauses mit einer Fläche von 60 ar dazu.

Seit 2009 verändert sich die Artenvielfalt der einzelnen Pflanzen jährlich. Hervorzuheben sind die Orchideen, Mückenhändelwurz, Purpur-Knabenkraut, Helm-Knabenkraut, Kreuzungen von Beiden, und erstmals 2020 die Pyramidenorchidee.

 

Teilauschnitt des 3,5ha Biotops Neuberglein. Seit 2010 offiziell "Loki  Schmidt Wechselbiotop Neuberglein"

 
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Große Probleme gab es 1993 mit Verbiss- Schäden am Kreuzenzian.

So wurde die Pflanze zur Zeit der Blüte, fast Bodentief abgefressen und die gesamte Eiablage des Maculinea rebeli vernichtet.

 
 

Als Haupttäter konnte mit Hilfe einer Sandschüttung Rehwild ermittelt werden.

Als besondere Schutzmaßnahmen wurden über 400 Drahtkörbe ausgebracht, die nach Jahren mit dem Duftstoff Porrocol ersetzt wurden.

Um der Kreuzenzianpflanze eine bessere Ansiedlung und Ausbreitung zu gewährleisten werden die Voraussetzungen bei den jährlichen Pflegemaßnahmen getroffen. So wird das Pflegeumfeld von Kreuzenzianvorkommen mit der Motorsense Bodentief gemäht. Die Samenreste der Kreuzenzianpflanzen genau dort ausgebracht.

So können sich diese auf natürliche Weise ausbreiten.  


Von 1993 bis 1995 konnten aufgrund einer Streuobstaktion über 1000 Obstbäume auf der Gemarkung Königshofen gepflanzt werden. Das Mitglied Wolf Dieter Koepp stiftete für diese Aktion 5000 DM.


Von der Bahn AG wird am Bahnübergang in Richtung Bad-Mergentheim ein Grundstück mit 75 ar erworben. Die erste Einsaat waren Ackerwildblumen um die total überdüngte Fläche mit einem Messwert von über 200 aus zu magern, was innerhalb von 3 Jahren möglich war.

Entlang der Stadtmauer werden vom Bauhof alle Birken, die Teilweise mit dem Wurzelwerk Schäden an der Mauer erzeugten, komplett entfernt.

Anschließend pflanzte der Vogel- und Naturschutzverein vom Taubertor in Richtung Norden 11 große Baumhasel und in Richtung Süden 9 Walnussbäume. Die Pflege der gesamten Pflanzung übernahm der Verein 25 Jahre.

Im Jahr 1996 hat der Verein in Königshofen, Marbach und Sachsenflur über 48 Biotopflächen in seinem Pflegeprogramm.

 
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Schleiereulen

Artenschutz für Schleiereulen steht im Vordergrund. 21 vom Verein selbst gefertigte große Nistkästen, mit einem Volumen von 50x50 cm und 1 Meter lang werden in Feldscheunen wie in Beckstein und Kirchtürmen rund um Königshofen eingebaut

 

Nachdem der Vogel- und Naturschutzverein sein Gerätelager im ehemaligen Farrenstall verlassen musste, war man auf der Suche in ganz Königshofen, wurde aber nicht fündig. So beschloss die Vorstandschaft 1997 einen geeigneten Bau, direkt an das alte Rathaus zu stellen. Nach mehreren Planungsvorschlägen, einigte sich der Verein mit der Stadt Lauda-Königshofen auf eine Gebäudeform, passend zum Rathaus. Eine Zufahrt Talseits, für den kompletten Geräte-Park, von Autoanhänger bis 2 Balkenmäher, Motorsensen und Reparatur Werkstatt. Im 1.Stock, das Sitzungszimmer mit Dusche und WC, sowie Lagerfläche, im 2. Stock Heizungsraum, Lager für Samen und Vogelschutzgeräte wie Nistkästen, Samenlager und Heizungsraum, sowie im Giebelbereich, ebenfalls Lager und an der Norddachseite den Einbau eines Schleiereulen Brutplatzes. Er wird seit Jahren von Turmfalken belegt.

Nach zweijähriger Bauzeit war das Vereinsgebäude 1999 fertiggestellt. Die Kosten trug zu 90% der Vogel- und Naturschutzverein Königshofen. 10.000 DM gab die Stadt Lauda-Königshofen als Zuschuss.


1998 bis 2000 standen die geeigneten Schutzmaßnahmen für den Kreuzenzian im Vordergrund. Erste Bestandsaufnahmen in allen Biotopbereichen wurden durchgeführt und durch gezielte Pflegemaßnahmen eingeleitet. Dabei wird erst dann gepflegt, wenn sichergestellt war, dass die Samen des Enzians seine Vollreife hat. Die Pflanzenreste wurden nicht beseitigt, sondern im Umfeld der Bestände verteilt.

Recht schnell konnte eine natürliche Neuansiedlung festgestellt werden.

Heute gibt es ungefähr 20.000 Kreuzenzianpflanzen in den Biotopflächen rund um Königshofen.


Besondere Schutzmaßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt werden regelmäßig im Neuberglein durchgeführt. Die Fläche selbst, durch weitere artenreiche Biotopflächen mit seltensten Pflanzen durch Ankäufe vergrößert.

2001 erfolgt die Anpflanzung eines neuen Heckenstreifens innerhalb dieser damals 2,2 ha großen Fläche. Heute hat dieses Biotop eine Größe von 3,5 ha mit 100% Vereinseigentum.

Trotz jahrelanger Bemühungen die 183- jährige Linde vor dem Gasthaus zur Rose zu retten, musste diese 2001 durch die Stadt gefällt werden. Der Ersatzbaum ein Ahorn wird vom Vogel- und Naturschutzverein an die Stadt gespendet und im November 2001 vom Verein zusammen mit Bürgermeister Otmar Heirich gepflanzt.

Ebenfalls werden an der Westseite des alten Rathauses, direkt am Vereinshaus, 65 Mehlschwalbennester angebracht.


 

Den ersten Biber im Taubertal entdeckte Theodor Schad am 2. Dezember 2001, im Feichtgebiet Naturdenkmal Horb,

an einer ungefähr 10cm dicken Erle. Die Nagespuren mit der Zahngröße zeigten ein ausgewachsenes Tier.

Schon nach wenigen Jahren siedelte er sich im Bereich Hirtenwiese an. Trotz mehrfachen Schreiben an die Stadt Lauda- Königshofen wurden zum Schutz der alten Streuobstbestände keine Drahtkörbe angebracht, was zu einem erheblichen Verlust der wertvollen Streuobstbestände führte.

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Alljährlich finden Vogel- und naturkundliche Wanderungen statt.

Die Loki Schmidt Stiftung Hamburg stellte die Kornrade 2003 in den Mittelpunkt der gesamten gefährdeten Ackerwildblumen Flora. Dies nahm der 1. Vorsitzende zum Anlass die Stiftung über die Aktion „Rettet die Ackerwildblumen“ zu informieren. Die Aktion in Hamburg wurde sofort mit über 50kg Kornrade unterstützt. Recht schnell entstand ein persönlicher Kontakt mit Loki Schmidt.

Sie war von der Arbeit des Vogel- und Naturschutzvereins so angetan, dass sie Ihren Besuch in Königshofen für den 17. und 18.Juni 2003 ankündigte. Die Begeisterung von Loki Schmidt konnte man bei Ihren Besuch erkennen. War der 1. Tag geprägt, dass man sich gegenseitig bei einem Käffchen kennenlernte und am Abend gegenseitig austauschte, ging es am 2. Tag in die Acker- und Biotopflächen auf der Gemarkung Königshofen. Ackerfelder im Kirchberg und in der Reiswaage waren für „Loki“ eine Augenweide. Danach stand das Großbiotop im Neuberglein auf dem Programm. Noch im Auto sitzend war ihre erste Entdeckung eine Pflanze. Ihre Begeisterung lies nicht lange warten „Da blüht ja die Büschelnelke“ war das erste. Hunderte von Bienenragwurz in diesem Biotop begeisterten Sie noch mehr.

Am Abend erhielt der Vogel- und Naturschutzverein Königshofen und so betonte Sie, aber auch der 1. Vorsitzende Theodor Schad den Naturschutzpreis der Stiftung, die „Silberpflanze“ die Sie im Rathaussaal vor über 150 Naturfreunden persönlich überreichte. Damit würdigte Sie nicht nur den Einsatz für die Rettung der Ackerwildblumen, sondern die gesamte Arbeit des Vogel- und Naturschutzvereins. Es war ein Erlebnis von besonderer Art, die persönlichen Kontakte bestanden bis zu Loki`s Tod.

 
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Schwerpunkte im Biotop- und Artenschutz wurden 2004 festgelegt. Schleiereulenschutz, der Kreuzenzian und der Schutz der heimischen Orchideen stehen im Vordergrund der nächsten Jahre. Steinbruch im Ottenberg gefüllt mit Bauschutt wird renaturiert und erhält jährliche Pflege.

Im gleichen Biotop Ottenberg fanden wir bei der Pflege einen aufgebauten Grillplatz , eine Wäschespinne war die Überdachung bei Regen.

 

2004 wurden 15000 Samen- Anfragen für Ackerwildblumen erfüllt. Eine Mammutaufgabe für den gesamten Verein.

Auf Wunsch von Loki Schmidt sammelten die Mitglieder im Sommer und Herbst

Samen von besonders seltenen Pflanzen aus den Vereinsbiotopflächen um diese

an die „Gen-Samenback Loki Schmidt“ in Osnabrück zu schicken. Insgesamt 20 verschiedene Arten kamen zusammen, darunter Felsennelke, Büschelnelke, Klappertopf, Kreuzenzian und weitere, sowie alle in Königshofen vorkommenden Ackerwildblumenarten.  

 
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Mehlschwalben

Die Artenschutzmaßnahme für die bedrohten Mehlschwalben erbrachten bei einer Vogelzählung am alten Rathaus im Jahr 2005 eine Belegung mit 65 Brutpaaren. Diese Kunstnester hatte der Verein mit Hilfe der Stadt Lauda-Königshofen 1998 montiert.






 

Im geplanten Neubaugebiet Turmberg Grötsch, wollte die Stadt Lauda-Königshofen im Jahr 2005 insgesamt 75 Obstbäume die erst 4 Jahre alt waren absägen. Nachdem schon 28 Bäume für Straßenerschließung gefällt waren, schaltete sich der VNK ein. Kurzerhand wurden per Hand 47 Bäume ausgegraben und an Interessenten im ganzen Main- Tauber- Kreis kostenlos abgegeben und somit gerettet.

 
 

Artenschutzmaßnahme Mehlschwalben war 2005 sehr erfolgreich. Allein am alten Rathaus in Königshofen, direkt am Vereinshaus, wurden 64 Brutpaare gezählt.Schwerpunkt im Jahreszeitraum 2005 war der Beginn die gesamten Vereinsbiotop-Pflegeflächen komplett umzugestalten. Ziel aller Maßnahmen war die Erhaltung der Artenvielfalt, bei gleichzeitiger Umgestaltung und Herausnahme von Hecken und Baumgruppen. Es sollten möglichst viele Biotope langfristig maschinell pflegbar werden, bei gleichzeitiger Erhaltung der Artenvielfalt. Steilflächen werden dadurch mit Motorsense und Balkenmäher pflegbar.

Die Großflächen im Blösberg, Muckenwinkel, Lichtenstein, Wallschloe, Kaltenberg und Neuberglein so umgestaltet, dass ein Landwirt mit Kreiselmäher und Schader mit Abtransport im September pflegen kann. Teilweise in Kombination Balkenmäher und Handarbeit. Dadurch wurde der Zeitaufwand für die Pflege mehr als halbiert. Teilflächen mit Herbstblühte, wie Deutscher Enzian erst im Oktober.

 
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Wildbienenhaus

2006 begann die Planung für ein Bienenhaus im Neuberglein. Nach den ersten Skizzen von Theodor Schad begann die Planungs- und Genehmigungsfase. Im Juli war das Kombinationsgebäude fertiggestellt und im Frühjahr 2007 stellten sich die ersten Wildbienen ein. Ein offener Teil, zum unter stellen bei Regen, sowie mit Info-Tafeln. In den Jahren danach kamen noch mehr Brutplätze dazu. Erdhügel mit Lehmschüttung und Sandhügel, eine Trockensteinmauer und Wasserbecken für die Bienen und Insekten.

 

Kurz nach der Planung und amtlichen Genehmigung, besorgte der 1. Vorsitzende das gesamte Holz für das Bienenhaus. Das gesamte bestand aus heimischer Douglasie. Die Ziegel wurden aus Bayern bestellt. Es mussten spezielle Hohlstrangziegel sein.

 
 

Einen weiteren Ausbau erfährt 2008 das Großbiotop Neuberglein durch den Aufkauf weiterer Artenreicher Biotopflächen, mit der Anpflanzung weiterer Heckenstreifen.

Mit dem Duftstoff Porocol gegen Wildverbiss werden die gesamten Biotopflächen im Kaltenberg, Steckelberg, Wallschloe und Neuberglein geschützt.

2008 pflanzt der Verein eine artenreiche Hecke im Gewann Neuberglein, die 2009 in Richtung Osten erweitert wird. Nach Beendigung aller Heckenpflanzungen befinden sich im Großbiotop Neuberglein 800 Laufende Meter wertvolle Brutplätze. Im Folgejahr wird an der Westseite des Biotops Neuberglein eine tote Althecken entfernt und wertvolle Freifläche für seltene Wildblumenarten geschaffen, Besonders der Kreuzenzian entwickelte sich dort alljährlich, sodass im Juni mehr als 5000 Pflanzen blühen und so dem Kreuzenzian Ameisenbläuling zur Verfügung stehen. Heute ist dieses Biotop artenreicher als manches Naturschutzgebiet.

Auf Anfrage bei Loki Schmidt, die dieses Biotop 2003 besichtigte, genehmigte Sie als Namensgebung „Loki Schmidt Wechselbiotop Neuberglein“. Im Beisein von Annegret und Johannes Maertens von der “Loki Schmidt-Stiftung Hamburg“ wurde das Biotop 2010 übergeben.

Die Artenvielfalt verändert sich jährlich sehr positiv.  

 
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Zum 90. Geburtstag von Loki Schmidt, legt der Verein mehrere Ackergrundstücke mit 1,2 ha Ackerwildblumen an. Dabei überwiegt die Kornrade. Kornblume und Klatschmohn. Diese Ackerflächen zu Ehren von Loki, bildeten zusammen, die 90 Beete-Aktion der Stiftung Naturschutz Hamburg, in ganz Deutschland für Loki Schmidt.

 

2009 nahm der Vogel- und Naturschutzverein die von der Stadt angelegten Ausgleichsflächen unter die Lupe. Dabei wurde festgestellt, dass auch von der Kontrollbehörde im RP Stuttgart keine Kontrolle durchgeführt wird. Selbst nach Jahren erfolgt keine Ausgleichsmaßnahme. Bei einem Ausgleich wird dann eine Exotenmischung verwendet mit nicht einheimischen Pflanzenarten, oder die Ausgleichsfläche selbst, wird nach Jahren vernichtet 65 Obstbäume geopfert und dann war das schon alles. Ergebnisse einer Behördenposse die Dann zustande kommt, wenn die Genehmigungsbehörde auch die Aufsichtsbehörde ist.

Die Vermehrung des Biber im Taubertal hinterlässt seine Spuren. Dort wo nicht oder schlecht die Bäume mit dickem Draht versehen werden, verschwinden ganze Obstanlagen. Selbst kleine Bäche werden angestaut. Notfällungen entlang von Bahnlinien sind zur Zeit die Folge. Hier muss langfristig das Land BW,so wie in Bayern vorgehen und zu viele Tiere des Biber entnehmen.

 

2010 steht Loki Schmidt Pate für das Schutzgebiet Neuberglein.                                       

In persönlicher Absprache mit Ihr und Theodor Schad, soll diese von Ihr 2003 besuchte Fläche „Loki Schmidt Wechselbiotop Neuberglein“ genannt werden dürfen.                                                            

Wörtlich sagte sie zum1. Vorsitzenden Theodor Schad „Für solche hervorragende Naturschutzarbeit haben Theodor Schad und seine Truppe noch mehr als meinen Namen verdient“.

Bei der Einweihung im Juni 2010 am Bienenhaus, war auch der Geschäftsführer der „Stiftung Naturschutz Hamburg“ und „Stiftung Loki Schmidt“ Johannes und seine Frau Annegret Martens in Königshofen dabei. Im Oktober 2010 verstarb Loki Schmidt

Im April 2010 musste das Wildbienenhaus gegen Spechte geschützt werden. Mit Hilfe eines Drahtgeflechtes 19x19 wurde die gesamte Vorderseite verkleidet.

Spechte hatte am Bienenhaus eine optimale Futterstelle entdeckt und räumten die Eier und Larven leer.

 
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Deutscher Enzian

Erstmals konnten im Vereinsbiotop Blösberg über 200 Pflanzen des Deutschen Enzians gezählt werden.














 
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Naturlehrpfad im Neuberglein und Wallschloe mit 10 großen Infotafeln 70x100 cm ausgerüstet. Der Pfad zu den Tafeln wird ab Mai alle 2 Wochen ausgemäht

 

Ärger hatte 2013 der Verein mit Geocaching

Verwundert war der 1. Vorsitzende, als eine von ihm aufgesetzte Trockensteinmauer bei jedem Besuch im Schutzgebiet Neuberglein wanderte. Er bezweifelte die Mauer und die Steine so schlecht aufgesetzt zu haben. Dieses Wanderspiel ging über mehrere Monate, bis Theodor Schad die Tat von Geocachern feststellte und die „Schätze“ fand. 

Notgedrungen wurden die wichtigsten Steine an der Vorderseite eingemauert.

Im Juni 2013 fand Theodor Schad im Juni eine bisher noch nie gesehene Pflanze. Nachdem er vom Urlaub zurück kam war die Pflanze vertrocknet. Die Samenrestbestände nahm er mit nach Hause und brachte die Samenreste in seinem Garten aus. Zwei Jahre danach blühte diese Pflanze in seinem Hausgarten.         Nach langer Suche fand er diese auf Google. Phoeniceum blattaria. Eine Artverwandte unserer heimischen Königskerze. In der Zwischenzeit ist aus der Ursprungsfarbe weiß, auch Pflanzen in violett, crem, oder leicht rosa entstanden.

Dies so Experten, sind mit der Bestäubung durch Bienen und Insekten erklärbar.

 

Ärger hatte 2013 der Verein mit Geocaching

Verwundert war der 1. Vorsitzende, als eine von ihm aufgesetzte Trockensteinmauer bei jedem Besuch im Schutzgebiet Neuberglein wanderte. Er bezweifelte die Mauer und die Steine so schlecht aufgesetzt zu haben. Dieses Wanderspiel ging über mehrere Monate, bis Theodor Schad die Tat von Geocachern feststellte und die „Schätze“ fand. 

Notgedrungen wurden die wichtigsten Steine an der Vorderseite eingemauert.

 

Im Juni 2013 fand Theodor Schad im Juni eine bisher noch nie gesehene Pflanze. Nachdem er vom Urlaub zurück kam war die Pflanze vertrocknet. Die Samenrestbestände nahm er mit nach Hause und brachte die Samenreste in seinem Garten aus.


Zwei Jahre danach blühte diese Pflanze in seinem Hausgarten. Nach langer Suche fand er diese auf Google. Phoeniceum blattaria. Eine Artverwandte unserer heimischen Königskerze. In der Zwischenzeit ist aus der Ursprungsfarbe weiß, auch Pflanzen in violett, crem, oder leicht rosa entstanden.

Dies, so Experten, sind mit der Bestäubung durch Bienen und Insekten erklärbar.

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Im Januar 2014  machte der VNK eine Info-Veranstaltung im Gewann Hirtenwiese. Dabei gab es Vorort ausreichende Informationen über das seit 2001 im Taubertal angesiedelte Nagetier Biber. Reihenweise sahen die Bürger angenagte und gefällte Obstbäume die zuvor nicht ausreichend mit dickem Maschendraht geschützt waren. Anhand der großen Holzschnitzel konnte man die Erwachsenen Tiere erkennen. Dabei geht es dem Bieber nicht um das Holz, sondern ausschließlich um die Rinde.

Zwischenzeitlich gibt es entlang der Tauber und Umpfer, schon erhebliche Eingriffe. So musste kürzlich das Gehölz an einem Bachlauf komplett gefällt werden, da unmittelbar daneben, die elektrifizierte Bahnlinie Heilbronn/ Würzberg verläuft.

 

2014 konnte eine starke Orchideenblüte in allen Biotopflächen erfasst werden.

Dabei zeigen die gezielten Pflegemaßnahmen Erfolge. Besonders Kreuzenzian Mückenhändelwurz blühten ausendfach.

 
 

Die Pflege der Vereinseigenen Biotopflächen nehmen jährlich über 600 Arbeitsstunden in Anspruch. Unerlaubte Eingriffe oder Sachbeschädigungen nehmen jährlich zu.

Neue Pflegefläche im Kirchberg und unzählige Einzelbiotope auf der gesamten Gemarkung Königshofen, die zur Erleichterung der Pflege, umgestaltet werden.

Erhebliche Probleme mit Wildschweinen gibt es seit 2006 in vielen Biotopflächen.

Neben wertvollen Flächen mit Orchideen und seltenen Pflanzen werden diese fast alljährlich umgegraben und die Flora zerstört. Auf der gesamten Gemarkungsfläche

ist die aktive Bereitschaft der Jäger den Naturschutzverein zu unterstützen gleich Null.

 
 

Aber auch der amtliche Naturschutz im Landratsamt, hält sich bescheiden zurück.2015 und 2016 wurde besonders das Naturdenkmal Neuberglein heimgesucht und seitdem alljährlich.

Um die maschinelle Pflegbarkeit wieder her zu stellen, arbeiteten die Mitglieder über 50 Stunden und entfernten dabei über 2Kubikmeter Steine und ebneten die Wildblumenfläche mit Hacke und Rechen, ein.

Die erstmals 2013 im Neuberglein entdeckte Verbascum phoeniceum bzw. blattaria wird 2020 in der Biotopfläche im Neuberglein, wo sie erstmals gefunden wurde, nach der Vermehrung als Pflanze wieder ausgebracht. Die Pflanze selbst ist mehrjährig.

 

Schwerpunkte seit 2017 ist die Verjüngung oder Renaturierung der vom Verein erstellten Feuchtgebiete. Das erste war das Biotop Horb direkt an der Umpfer gelegen. 2018 wurde im Quellbiotop als Horb 2 bezeichnet, vom gesamten Baumwuchs und Heckenaufwuchs befreit und danach in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde tiefer gebaggert und erheblich vergrößert. 2018/19 wurde das Vereinseigene Feuchtgebiet Altwasser von Wildwuchs befreit und im Südbereich Flachwasserzonen als Laichplätze in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde angelegt.

 
 
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Mehrere Baggerarbeiten im Frühjahr 2019 zur Erleichterung der maschinellen Pflege konnten im Steckelberg, Neuberglein, Wallschloe und Blösberg durchgeführt werden.

 

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©2020 Vogel- und Naturschutzverein Königshofen.

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